Ein kalter Tag voller Leid,
vorwärts marschieren Leib für Leib,
den März,
nie vergessen,
Menschlichkeit und Vernunft längst gefressen;
Blass blitzen sie voran,
die Wellen der Richtigkeiten,
von allen Richtungen und allen Seiten,
stürmen sie an,
vergessen ihr Herz,
vor lauter Drang;
Bei den Ahnen!
mir dreht der Magen,
zu all den Fragen,
zu jenem madigen Verstand;
Soviele sind verbrannt,
wofür?
Für welch glohrrichtige Tür?
Danke fürs Berichten. Erschreckend, wie so oft.
#
freitag ankunft in dresden um ca 17:00 uhr gleichzeitig mit dem graz bus. sind
zur tu turnhalle gefahren, was die schlafstelle für österreich menschen war.
wir (= bezugsgruppe wiki) sind dann weiter zur juhe und von da aus zum jorge
gomondai platz wo um 18:00 uhr demo war.
am weg zur juhe bekamen wir dann einen ersten überblick das die stadt über und
über mit bullen voll ist: hubschrauber, wasserwerfer, busse, wannen,
überwachungswagen, autos, …
demo gomondai platz: nur ca 700 menschen weil viele busse (va aus deutschland)
erst am samstag angekommen sind und die demo als antideutsch abgetan wurde.
stimmung dort war recht gut obwohls sehr kalt war. demoroute war von der
neustadt in die altstadt mit abschlusskundgebung vorm zwinger. alles ohne große
probleme, polizei recht gemütlich.
freitag 21:00 info treffen in der wir ag (parteilokal dielinke)
sind da dann auf menschen aus wien und berlin getroffen, alles zusammen ca 20
menschen da. infoveranstaltung lief seit ca 30 minuten, bis eine sms kam das
die polizei am weg ist um die veranstaltung aufzulösen und die menschen
anzuzeigen #repression beginnt.
treffen wurde dann aufgelöst und polizei stand vor leerem lokal.
wiki hat dann diskutiert zu welchem der geplanten blockadepunkte wir am samstag
hin sollten – wir entschieden uns für albertplatz um dann weiterzuschauen.
samstag 09:00 albertplatz: viele menschen, stimmung gut, straße wurde bald
blockiert – alles läuft nach plan
wiki macht sich richtung hansastraße auf.
samstag 10:00 hansastraße: viele menschen, stimmung gut, alles läuft nach plan -
alle wichtigen blockadepunkte sind besetzt
wir haben dann freunde aus münchen getroffen die uns darüber informieren, dass
blockadepunkt 2 (bahnhof neustadt) geräumt ist. wir formieren uns als wiki-taxi
bezugsgruppe und machen uns als teil der “mobilen” blockaden richtung 2er punkt
auf. vorankommen sehr sehr mühsam weil bullen alles abriegeln. da wir auf
straßen nichtmehr vorankommen fangen wir stadt-guerilla artig an uns durch
gärten und hinterhöfe zu bewegen. funktioniert recht gut, sind schon fast am
2er platz als uns die bullen in einem garten erwischen und wir abhauen müssen.
12:00 albertplatz: viele menschen sehr bürgerlich und fragwürdig (sie grüßen die
helikopter die dauernd herum fliegen als freunde und helfer in der luft) – wir
überlegen uns eine neue strategie. kriegen die infos das nazibusse grad
versuchen durch die neustadt zu kommen- neuer plan: bischofsweg. durchkommen
auf straßen nicht mehr möglich, bullen riegeln großräumig ab, also wieder durch
gärten.
bischofsweg: wenig menschen, viele sind unsicher weil mülltonnen brennen, steine
geworfen werden, wasserwerfer da ist und bullen sehr rabbiat sind.
situation wird ärger, bullen wollen räumen das die nazibusse durchfahren können,
wir machen eine sitzblockade – ca 200 menschen
polizei droht uns mehrmals, wasserwerfer in position – ca 13:00 polizei löst
sitzblockade gewaltsam auf. nazis können trotzdem nicht fahren, weil die
straßen mit steinen und mülltonnen blockiert sind.
2 querstraßen weiter: busse kommen an. ca 150 antifas stehen ihnen gegenüber.
als nazis aussteigen flüchten die meisten antifas – ca 15 antifas werden von
nazis brutal verprügelt, polzei schaut blos zu. bei dieser aktion wurde ein
mensch aus dem innsbruck bus verletzt. er hat einen 3 fachen trümmerbruch des
wangenknochens und hat 3 zähne verloren. musste mit nach wien, weil das nur im
akh operiert werden kann.
polizei fängt an alle straßen in dieser gegend weiträumigst abzuriegeln – nazis
werden da entlang laufen, weil alle weiteren blockaden halten. nazis laufen vom
neustädter bahnhof los, geschützt von bullen. brechen an kreuzung
dammweg/louisenstraße (bin mir nicht ganz sicher) aus und laufen auf uns
(antifas) zu. nur 1 reihe polizei dazwischen – antifas können nazis aber
zurückdrängen. nazis kommen nicht mehr weiter, gehen eine andere straße zurück
richtung bahnhof und werden an einem platz (irgendwie mit s) gekesselt, weil
andere straßen rundum blockiert sind.
wikitaxi ist inzwischen ein bisschen müde vom vielen rennen, klettern, von der
polizei verprügelt werden, der kälte. treffpunkt wieder albertplatz – wir haben
wieder keine lust da zu bleiben weil die menschen so furchtbar drauf sind, also
wieder hansastraße. wie immer: kein druchkommen zur hansastraße möglich ->
umweg + stadtguerilla. sind bei der hansastraße angekommen und wollen erstmal
pause machen, als im demoradio gesagt wird das die nazis so um 16:00 nochmal
versuchen loszugehen. etwa 4500. also nix mit pause und zurück zum dammweg
(naziroute).
polizei ist absolut auf gewalt und eskalation aus – prügeln alle menschen nieder
und nehmen mit was sie krigen können (menschen die sie angeblich
wiedererkennen). hilft aber nix. “mobile” blockaden lassen sich nicht
unterkriegen und blockieren bischofsweg, teile des dammweges und so ziemlich
alle zufahrtsstraßen. an jeder relevanten kreuzung stehen brennende/abgebrannte
mülltonnen und viele antifas. polizei gibt auf und karrt die nazis mit dem zug
aus der stadt weil kein durchkommen mehr möglich gewesen wäre.
zusammenfassung: nazi aufmarsch teilweise gestoppt.
bullen völlig planlos und va unorganisiert, was ein noch brutaleres vorgehen zum
glück verhindert hat.
blockade strategie sehr hilfreich – die blockaden waren wichtig und haben auch
funktioniert. schlussendlich haben aber die “mobilen blockaden” (= va autonome
die immer spontan die naziroute blockiert haben) den aufmarsch “verhindert”.
hätte es die nicht gegeben, wären die nazis über norden in die neustadt
gekommen.
viele verletzte und schwerverletzte – alle menschen (egal obs autonome oder
hippies waren) wurde sowohl von nazis als auch von bullen hergeschlagen.
außerdem haben die bullen anscheinend kein einziges mal eingegriffen als nazis
auf antifas losgegangen sind.
ausblick: im kommenden jahr werden gewalt und ausschreitungen vermutlich einen
höhepunkt erleben. ´die nazis waren unglaublich frustriert das sie klar in der
unterzahl waren und nicht wirklich laufen konnten. wir antifaschist_innen
dürfen uns keinesfalls auf dem “erfolg” von heuer ausruhen sondern müssen
nächstes jahr noch stärker mobilisieren.










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