Solidaritätserklärung der UniBrennt!Bewegung_Innsbruck zum
Aufruf der Zivilgesellschaft angesichts der neuen Regierungsoffensive gegen die sozialen und zivilen Organisationen in Chiapas

Die Unibrennt-Bewegung Innsbruck erklärt sich mit dem Aufruf gegen die zunehmenden politischen Repressionen gegenüber sozialen und zivilen Organisationen im mexikanischen Bundesstaats Chiapas solidarisch. NGO`s, die sich dort für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzen, sind immer wieder massiven Anfeindungen vonseiten der dortigen Regierungsbehörden und Militärs ausgesetzt. Wir verurteilen die institutionalisierte Gewalt im Bundesstaat Chiapas und die Kriminalisierung der sozialen und zivilen Proteste und die damit versuchte Beschneidung der demokratischen Rechte.

…aktuell DRINGENDER Aufruf!!!
Adolfo Guzmán Ordaz, Mitarbeiter von Enlace Comunicación y Capacitación, eine Organisation, die indigene Gemeinschaften im Bereich der Menschenrechte und nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung schult, setzt sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung in Chiapas ein. Nun hat er aufgrund seiner Arbeit Morddrohungen erhalten, nachdem er Beschwerde gegen die Polizei eingereicht hatte (Grund dafür sind willkürliche Hausdurchsuchungen der Polizei ohne Durchsuchungsbefehl). Er berichtete den Behörden von den Drohungen; diese haben bisher allerdings keine angemessenen Maßnahmen zu seinem Schutz ergriffen.
Nachdem am 17. Dezember 2009 der Enlace -Mitarbeiter Matías Gossner im Sowimax über die Lage in Chiapas berichtete, hier nun die Möglichkeit an ALLE, die öffentlichen Behörden zur Einhaltung der Menschen- und BürgerInnenrechte aufzurufen.

Compañeras und compañeros,

die Anfeindungen an Enlace Mitarbeiter Adolfo Guzman aus Chiapas, wovon
wir Euch im Dez. berichteten, gehen weiter.
Laut der jüngsten Aussendung des renommierten mexikanischen Netzwerkes
der zivilen Menschenrechtsorganisationen wurde Adolfo und seine Familie
am 25.12. telefonisch und am 6.1. in Schriftform mit dem Tod bedroht.

Wir bitten Euch erneut um Eure Solidaritätserklärung mit Menschen, die
für die ökonomischen, sozialen, kulturellen und Umwelt-Rechte der
Indígenas eintreten und dem systemkonformen und derzeit besonders
repressiven System Mexicos und Chiapas’ ein Dorn im Auge sind.

Am Ende des Links könnt Ihr Euren Namen und mail Adresse eingeben und
dann senden (“enviar”). Damit unterzeichnet Ihr eine Forderung an die
bundesstaatlichen und nationalen Sicherheitsautoritäten, die
Verantwortlichen für die Anfeindungen gegen Enlace und Adolfo
schnellstens aufzudecken.

http://www.redtdt.org.mx/d_acciones/d_visual.php?id_accion=80

Vielen Dank im voraus für Eure Teilnahme und die Weitersendung des
mails an mögliche weitere Unterzeichner_innen.

Mit solidarischen Grüssen
Matías Gossner

Das offizielle Argument von Seiten der Regierung, dass repressive Interventionen dieser und ähnlicher Art mit dem Kampf gegen den Drogenhandel gerechtfertigt seien, untergräbt die demokratischen Rechte und drängt die indigenen (zumeist zapatistisch/basisdemokratisch organisierten) Gemeinden und die politisch, sozial und zivil engagierten Mitarbeitenden in den dortigen Organisationen in eine bedrohliche Lage.

Deshalb zeigt euch angagiert, macht diesen Sachverhalt öffentlich und ruft die Verantwortlichen auf zu Handeln:
Pronunciamiento_de_OSC_en_Chiapas-final_auf_deutsch.doc
Pronunciamiento_de_OSC_en_Chiapas.doc
Hier Adressen, an die der unterschriebene Aufruf versendet werden könnte:
protestadressen-regierungmex.doc

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