Spät, erschöpft aber auch euphorisch und hochzufrieden – so fühlen wir uns nach mehr als 6 Stunden Demo und Blockade – genau wie mit uns 10.000-12.000 andere Protestierende (lt. den Schätzungen der Protestbewegung, was wir nur bestärken können, denkt man an die total verstopfte Mariahilfer-Straße zurück). Aus Tirol waren ca. 80 mit dem Sonderzug gekommen, fanden sich ab 15:00 mit allen anderen vor dem Westbahnhof ein und zogen dann lautstark zur Hofburg. Einen Zwischenstopp gab es vor dem Parlament, dessen Auffahrt spontan besetzt wurde – allen voran das 10-Meter lange “Quo vadis?” Banner aus Innsbruck!

An der Hofburg teilten wir uns dann in 6 Blockade-Trupps auf, die alle Zufahrten versperren sollten, auf dass der Bologna-Geburtstagskuchen nicht so schnell angeschnitten werden könne. Es folgten Irrwege durch die Wiener Altstadt, ein Spießrutenlauf zwischen Polizei-Absperrungen und (friedliches) Katz-und-Maus Spiel mit deren Einsatztrupps. Wir hörten Gerüchte, dass der Zug der Delegierten auf dem Weg von Budapest nach Wien schon in Ungarn aufgehalten worden war. Der Bologna-Festakt startete auf alle Fälle verspätete, mehrere Delegierte sollen sich sogar sofort in ihre Hotelzimmer verzogen haben.

Wir konnten die Demonstration heute als deutliches Zeichen mit starker internationaler Beteiligung erleben und freuen uns schon auf den alternativen Bildungs-Gipfel am Freitag und Samstag!

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