“the ubiquitous unibrennt cloud“ gewinnt Preis in der Kategorie „Digital Communities“

Mit unibrennt wird kein Projekt einer „digital community“ ausgezeichnet sondern ein Ereignis. Das, was ausgehend vom 22. Oktober 2009 explodiert ist, entwickelte sich binnen Minuten zu etwas Neuartigen. Was sich in den folgenden Tagen und Wochen herausbildete, kann adäquat nur als Emergenz einer neuen sozialen Bewegung verstanden werden, erläutert Walter, ein Aktivist der Protestbewegung, im Dankesvideo.

Die Unibrennt-Bewegung nützt die unterschiedlichsten Formen der social medias für ihre Proteste. Text, Bild, Ton und Video wurden via SMS, Email, Twitter, Livestreams, Chat und Aussendungen, ebenso, wie via Flugblatt, Sticker, Buttons, Transparenten und einer Zeitung, nach Außen getragen. Über social network Plattformen, dem eigenen Wiki und der Homepage der Bewegung wurden diese verbreitet und dauerhaft abrufbar gemacht.

Es ist unmöglich, die Bewegung in Besetzer_innen der Hörsäle und der „digital community“ zu trennen. Sie ist sowohl eine „digital community“, als auch eine politische Bewegung, die autonom funktioniert, nach basisdemokratischen Regeln lebt und sich heterogen und vielschichtig über diverse Altersgruppen, Muttersprachen, Fachdisziplinen, Milieus, Professionen, Städte, Interessen und Weltanschauungen erstreckt.

Die Kategorie “Digital Communities” der Ars Electronica berücksichtigt die weit reichenden gesellschaftlichen Wirkungen des Internet ebenso wie die aktuellsten Entwicklungen im Bereich von Social Software, User-generiertem Inhalt, mobiler Kommunikation, Mash-Ups und ortsbezogenen Services.

Bei “Digital Communities” geht es um Innovation im menschlichen Zusammenleben, um die Überbrückung des geografisch, aber auch Gender-bedingten “Digital Divide”; es geht um die Überwindung kultureller Konflikte, um Fragen kultureller Diversität und die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks. Berücksichtigt werden auch Projekte, die die Praxis des Teilens (Sharing) und die Herausbildung einer „Cloud Intelligence“ fördern und die Zugänglichkeit technologisch-sozialer Infrastrukturen verbessern. “Digital Communities” würdigt das politische und künstlerische Potenzial digitaler und vernetzter Systeme und spricht damit ein breites Spektrum von Projekten, Kunstwerken, Programmen, Initiativen und Phänomenen an, in denen soziale und künstlerische Innovation gewissermaßen in Echtzeit stattfindet.

Mehr Infos zu „the ubiquitous unibrennt cloud“:

Dankesvideo: http://unibrennt.tv/questions/970
Wiki: http://unsereuni.at/wiki/index.php/Prix_Ars_Electronica
Ö1 Digital leben: http://static.orf.at/podcast/oe1/mp3/OE1_digitalleben_100517.MP3

Comments

No one has said anything yet.

Leave a Comment

Selbsterstellte Inhalte dieser Website sind unter der Creative Commons-Lizenz 3.0 lizenziert. Fremdinhalte Unterstehen den Lizenzen der jeweiligen Rechteinhaber.

blank info